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Freitagsklick:Zwei Großspenden sichern den „Freien Zugang“ zu den Kölner Jugendbüros

Was für eine gute Nachricht: Die Kurt und Maria Dohle-Stiftung und das Erzbistum Köln haben 2025 jeweils 5.000 Euro gespendet. Auch die Kolpingsfamilie Köln-Dellbrück hat 2.300 € beigetragen. Viele weitere Kolpingsfamilien haben sich den Fortbestand des Freien Zugangs zu den Kölner Jugendbüros eingesetzt.

 So wurden die erfolgreichen Beratungsangebote der beiden Kölner Jugendbüros in Köln-Porz und Köln-Mülheim im letzten Jahr gesichert! Über den „freien Zugang“ können hier junge Menschen eine berufliche Perspektive entwickeln, die keine Zuweisung vom Jobcenter haben.   

Zur Beispiel Alessia: „Im Herbst 2022 stand sie schüchtern in der Bürotür. Ohne Termin, natürlich ohne Termin – Die Hälfte aller jungen Menschen kommen ohne Termin“, berichtet Susanne Seitz, Standortleitung und Verantwortliche für das Projekt.

„Sie hatte unseren Flyer in Hand und keine Idee, wie es weitergehen sollte. Aber sie hatte den festen Wunsch, eine neue berufliche Perspektive zu entwickeln! Alessia hat 2020 die Hauptschule mit einem 10. Klasseabschluss verlassen, während des ersten Lockdowns, und keinen Ausbildungsplatz gefunden.“ 

Alessia brauchte eine Beratung für Jugendliche in einem der Kölner Jugendbüros, hatte aber keine Zuweisung für eine Beratung über das Jobcenter. Über den freien Zugang fand sie die individuelle Beratung, um herauszufinden, welche Möglichkeiten ihr offen stehen, um eine berufliche Perspektive zu entwickeln. 

Der freie Zugang ermöglicht Jugendlichen eine Beratung für ihre individuelle Situation. Gemeinsam werden Bewerbungsunterlagen zusammengestellt, Praktikumsstellen vermittelt, auf Einstellungstests vorbereitet. Der „freie Zugang“ richtet sich an junge Menschen, die bestehende Hilfesysteme „durchs Raster“ gefallen sind – oft, weil ihre Lebensrealität zu komplex ist, um in starre Fördersysteme zu passen. Hier setzt der „freie Zugang“ an: individuell, unbürokratisch, zugewandt.

So wie ihr geht es vielen jungen Menschen. Das haben die Verantwortlichen der Kölner Kolpingsfamilien bereits vor 25 Jahren entdeckt. Darum gibt es seit dieser Zeit die Möglichkeit, sich über den „freien Zugang“ in den Kölner Jugendbüros beraten zu lassen - finanziert allein aus Spenden.

2025 wurde es eng mit der Finanzierung. Mit viel Herzblut sprachen die ehrenamtlich engagierten Kolpinggeschwister die Verantwortlichen der Kurt und Maria Dohle-Stiftung, Köln und des Erzbistums Köln an und konnten die beiden Großspender finden. Damit wurde das Fortbestehen für das Jahr 2025 gesichert. Beide haben den „Freien Zugang“ jeweils 5.000 € zur Verfügung gestellt. Ein starkes Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt!

Mittlerweile hat Alessia das Angebot des Jugendbüros erneut in Anspruch genommen – wieder ohne Zuweisung über das Jobcenter. Sie hat ihre Ausbildung erfolgreich beendet und arbeitet in ihrem Beruf. Nun möchte sie sich beruflich weiterentwickeln. Für die Vermittlung eines Praktikumsplatzes braucht sie wieder Unterstützung durch das Jugendbüro.

Doch wie lange ist das noch möglich? Die Spender und Spenden werden weniger. Doch der Bedarf bleibt!

Damit dieses Herzensprojekt weiterbestehen kann, brauchen wir Ihre Unterstützung. Ganz gemäß dem Gründer des Kolpingwerkes: „Tue jeder in seinem Kreis das Beste, dann wird es in der Welt bald besser aussehen.“

Spendenkonto:

Kolping Bezirk Köln

Pax-Bank für Kirche und Caritas

DE79 3706 0193 0033 5830 10

Verwendungszweck: Jugendbüros