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Kolpingsfamilie Mondorf:Wertschätzung und Anerkennung zum 80jährigen Jubiläum

Die Kolpingsfamilie Mondorf feierte am Sonntag, 4.10.2026 ihr 80jähriges Jubiläum. Die 75-Jahr-Feier war Corona zum Opfer gefallen.

Der Tag begann um 10 Uhr mit einem festlichen katholischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Laurentius in Mondorf. Zu Beginn des Gottesdienstes zogen Vertreter der benachbarten Kolpingsfamilien und zahlreicher Mondorfer Vereine mit ihren Vereinsfahnen und -bannern in die Kirche ein und stellten sich während der heiligen Messe hinter dem Altar auf. 

Hauptzelebrant des Gottesdienstes war der Präses des Diözesanverbands Köln des Kolpingwerks Peter Jansen, der eine Jubiläumskerze mitbrachte und segnete. 

Das Kolpingwerk ist inzwischen in mehr als 60 Ländern der Erde verbreitet. Die Internationalität wurde durch einen pakistanischen Konzelebranten unterstrichen, der derzeit in der Kölner Kolpingzentrale weilt und versucht, in Pakistan Kolpingsfamilien zu gründen. 

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Männergesangverein Mondorf begleitet, der dafür langanhaltenden Applaus der Gottesdienstbesucher erhielt. Die außergewöhnlich ertragreiche Kollekte geht über Kolping International an die Kolpingfamilien in der Ukraine, die ihre Landsleute seit Beginn des Krieges auf vielfältige Weise finanziell und materiell unterstützen.        

Im Anschluss an den Gottesdienst fand im Mondorfer Restaurant „Zur Börsch“ die Jubiläumsfeier statt. Hierzu hatten sich zahlreiche Mitglieder der Kolpingfamilie Mondorf, Vertreter der benachbarten Kolpingfamilien und der Mondorfer kirchlichen und weltlichen Vereine eingefunden. Durch das Programm führten für das Leitungsteam der Kolpingfamilie der langjährige Vorsitzende Dieter Rondorf und Martin Franken. Die Festrede hielt der Vorsitzende des Diözesanverbands Köln des Kolpingwerks Reinhard Ahrens, der eine Geschenkurkunde über eine Ziege überreichte, die spontan auf den Namen „Hennes“ getauft wurde. Die Ziegenhaltung eröffnet Kleinbauern in Afrika die Chance auf ein Leben ohne Hunger.

Grußworte sprachen die Bundestagsabgeordnete unseres Wahlkreises Lisa Winkelmeier-Becker MdB, die Landtagsabgeordnete unseres Wahlkreises Katharina Gebauer MdL und der Niederkasseler Bürgermeister Matthias Großgarten. Alle zollten – ebenso wie die Vereinsvertreter – großen Respekt und Anerkennung für das, was die Kolpingfamilie Mondorf in den 80 Jahren ihres Bestehens geleistet hat. Beispielhaft genannt wurden für die Pfarrgemeinde St. Laurentius die Durchführung von Fastengesprächen und anderen christlichen Vorträgen, Wallfahrten zum Kolpinggrab nach Köln und Mundartgottesdiensten, die Getränkeausgabe bei den Pfarrfesten und die Beteiligung an den Prozessionen. 

Das Mondorfer Ortsleben bereichert die Kolpingfamilie durch die Veranstaltung des Martinszugs (seit 1952), zwei Preisskatturniere jährlich und zahlreiche Bildungsveranstaltungen zu allen möglichen Themen sowie Betriebsbesichtigungen. In früheren Zeiten veranstaltete man Gruppenstunden für die Kolpingjugend, Zeltlager, Tanz- und Kochkurse, Kinderbasteln zu Ostern und Weihnachten, Nikolausfeiern, Ausflüge für die gesamte Familie sowie Familienwochenenden in Kolpingferienstätten. Hinzu kamen gemütliche Abende, Maifeste, Kinderfeste, Karnevalssitzungen in den 1950er Jahren sowie die Mädchensitzungen von 1978 bis 2023 mit dem Elferrat „Rotstielchen“, der die Durchführung der Damensitzungen danach einvernehmlich übernommen hat. Von 1951 bis 1977 veranstaltete die Kolpingfamilie am Karnevalsdienstag den legendären Möhneball, danach den Rosenmontagsball beziehungsweise die Rosenmontagsdisko. Ab dem Jahr 1971 war die Kolpingfamilie stets mit einem Großwagen im Mondorfer Rosenmontagszug vertreten. Zum Karnevalsabschluss gab es ein Aschermittwoch-Fischessen im Pfarrheim. Im Jahr 1977 nahm die unvergessene Kapelle JODAMO zusammen mit den Kolpingsingers in der Aula der kath. Grundschule die inzwischen Mondorfer Nationalhymne „Mondorf, Mondorf“ auf Schallplatte auf. 

 

Auch sportliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Männer und Jugendliche trafen sich ab 1982 wöchentlich zum Sportabend in der Turnhalle Auf dem Acker. Eine Hobbyfußballmannschaft beteiligte sich nicht nur an Turnieren in unserer Umgebung, sondern sogar zweimal an internationalen Turnieren für Kolpingmannschaften in der Schweiz. 

Bei den Kolping-Diözesankegelmeisterschaften räumten die Herren- wie die Damenmannschaften aus dem kegelverrückten Mondorf fast immer die ersten Plätze ab. Lange Jahre war im Sommer die Bergwandergruppe von Berghütte zu Berghütte in den Alpen unterwegs. Unvergessen bleiben auch die feucht-fröhlichen Winterfahrten in die Alpen für Alpinskifahrer, Skilangläufer und Winterwanderer in den Jahren 1988 bis 2011. Heute noch treffen sich die Damen alle zwei Wochen zur rhythmischen Gymnastik im kath. Pfarrheim. Die Männer-Radlertruppe 55+ radelt in der warmen Jahreszeit monatlich zu interessanten Zielen in unserer Umgebung.

Pascal Pohlscheid

In den letzten Jahren dienten die Sammlungen gebrauchter Schuhe, Mobiltelefone, Brillen und Druckerpatronen sowohl dem internationalen Kolpingwerk als auch vielen Menschen, denen es nicht so gut geht wie uns. In den meisten Jahren wurden mehr als 100 Umzugskartons mit gebrauchten Schuhen zur Poststelle gebracht.     

 

Zum gemütlichen Abschluss der Jubiläumsfeier bot Pascal Pohlscheid mit seiner Gitarre bestens bekanntes rheinisches Liedgut dar. Da wurde mitgesungen und -geschunkelt.

 

Die Kolpingfamilie Mondorf bedankt sich bei allen Personen und Vereinen, die durch das Mitwirken im Gottesdienst, ihre Reden und Glückwünsche, auch den Inhalt der Glückwunschkarten, zum Gelingen dieses würdigen Jubiläumsfestes beigetragen haben.