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Ostern 2026 :Durch das Kreuz zum Licht

Das Osterevangelium nach Matthäus, das wir in diesem Jahr lesen, ist bewegend und bewegt und bringt in Bewegung. Zwei Frauen machen sich auf den Weg zum Grab, ein Engel kommt vom Himmel, ein großes Beben lässt die Erde erschüttern, die Grabwächter erzittern und auch die Frauen trifft der Schlag bis in die Glieder. Der Engel schickt die Frauen mit einer Botschaft zu den Jüngern: Jesus ist von den Toten auferweckt, er geht euch voraus nach Galiläa. Er ist nicht hier (im Grab).

Die Frauen laufen zurück, voll Furcht und Freude. Da treffen sie auf den Auferstandenen und können ihn berühren. Er wiederholt die Botschaft des Engels: Fürchtet euch nicht! Geht zu meinen Brüdern und sagt ihnen, sie sollen nach Galiläa gehen; dort werden sie mich sehen.

Drei Dinge setzen mich immer wieder in Erstaunen: Die Erstverkündiger sind Frauen, die zum Grab kommen. Zwei Frauen, die den Namen Maria tragen: Sie gehen, sie laufen, sie eilen. Sie haben den Auftrag, die Jünger zu informieren und sie nach Galiläa zu schicken. Dorthin ist Jesus unterwegs und erwartet sie. Galiläa steht für den Anfang, den Galiläischen Frühling, den Beginn der Botschaft Jesu – vertraute Orte, herzliche Erinnerungen. Wir spüren, die Botschaft bringt (uns) in Bewegung, lässt uns nicht auf den Stühlen sitzen, sondern lässt uns eilen, Jesus zu begegnen – in unserem Alltag, da, wo auch unsere Liebesgeschichte mit Jesus begonnen hat, wo es Frühling ist, und die Natur aufbricht.

Jesus geht uns voraus – und wir werden ihm folgen. Das sind für mich vertraute Worte aus der Beerdigungsliturgie: Der (die) Verstorbene geht uns voraus und wir werden ihm (ihr) folgen. „Per crucem ad lucem“ – „durch das Kreuz zum Licht“ – durch den Tod zum Leben wie Jesus: durch Leben und Tod zur Auferstehung mit Christus – zum Leben, das keinen Tod mehr kennt.

Halleluja!