Aber das wird sich bald ändern, denn im August fährt eine Kolping-Reisegruppe von elf Personen nach Ruanda, um die Kolpingarbeit vor Ort kennenzulernen. Dancille Mujawamaiya, die Geschäftsführerin von Kolping Ruanda war im Kolpingzentrum zu Gast, um Vorfreude zu wecken und von den vielen Kolpingprojekten in Ruanda zu erzählen. Es sind Geschichten von Mut, Chancen und Aufbruch.
Unter der Leitung von Dancille steuert ein begeistertes Team in Ruyenzi alle Kolpingprojekte in Ruanda. Dort werden Ackerflächen vergeben, Projekte priorisiert und neue Geschäftsideen entwickelt. Auf einer kleinen Ackerfläche testet der Agraringenieur Depite Pflanzen für den Anbau. Das Know-How kommt den vielen Kolpingsfamilien zugute: Sie bekommen Saatgut, sie erfahren, wie sie mit selbst hergestelltem Dünger ihre Erträge steigern können und können Mikrokredite erhalten.
Ein Höhepunkt der geplanten Freundschaftsreise ist das Kolping-Ausbildungszentrum in Muramba. An diesem Ort in der Westprovinz erlernen zurzeit 350 jungen Menschen einen Beruf. Sie werden Elektrikerin oder Automechaniker, Schneiderin oder Maurer. Und darauf ist Dancille besonders stolz: Die Abschlussquote liegt bei 100 Prozent. Dabei wird den jungen Leuten nichts geschenkt, der Abschluss ist staatlich anerkannt.
„Die Dankbarkeit der Menschen, etwas zu lernen – die hat mich sehr berührt“, sagt Martin Grün, der Organisator der Freundschaftsreise. „Ich durfte die Kolpinggeschwister in Ruanda im letzten Jahr bereits kennenlernen und freue mich, dass wir das Land in diesem Jahr mit einer größeren Gruppe besuchen. Ich bin mir sicher, dass wir viele wertvolle Impulse in unsere Kolpingsfamilien einbringen können!“, so Martin Grün.
Wer mehr über die Partnerschaft mit Ruanda erfahren möchte oder sich auch engagieren möchte, kann sich gern an das Diözesanbüro wenden unter 0221.7159-1025 oder per Mail an info@kolping-koeln.de

