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Freitagsklick: Mütter-Wander-Wochenende:Auspowern für Powermütter

Eine „bewegte Auszeit“ erlebten 16 Mütter und Referentin Iris Anand vom 27. bis 29. September in Haus Maria Rast in Euskirchen. Ein Wochenende lang selbst umsorgt und bekocht zu werden, sich in Gemeinschaft geborgen zu fühlen, sich von Impulsen leiten zu lassen und weite Strecken zu wandern – das hat einfach gutgetan.

Sie starteten am Freitagabend mit einer Kennenlernrunde in das Wochenende. „Kinder zu erziehen ist wie Spannbettlaken zusammenzulegen: Keiner weiß wirklich, wie es geht, und jeder macht es auf seine Weise.“ Das war einer der Sprüche, über die alle sofort ins Gespräch kamen. Aus Heiterkeit wurde Tiefgang: In dieser Runde konnte man sich vertrauensvoll mitteilen und sich auf die Wertschätzung der anderen Mütter verlassen.

Am Samstag wanderte die Gruppe nach einem Morgenimpuls zur Bruder-Klaus-Feldkapelle. Sonne pur, gutes Tempo. Von Weitem gesehen könnte die Kapelle auch ein Getreidesilo sein, doch die spannende Architektur von Peter Zumthor mit der Verbindung der vier Elemente faszinierte die Frauen. Der einzigartige Raum, organisch und kantig zugleich, wirkte auf jede Teilnehmerin anders und eröffnete neue Perspektiven auf sich selbst und die persönliche Gottesbeziehung. Dass Bruder Klaus seine Frau und seine zehn Kinder verlassen hatte, um seiner geistlichen Berufung zu folgen, löste bei den Teilnehmerinnen gemischte Reaktionen aus. Zumindest hätte auch seine Frau Verehrung verdient – darin waren sich alle einig.

Am Sonntag stand eine kürzere Wanderung von etwa vier Kilometern auf dem Programm. Wer hätte gedacht, dass in Kreuzweingarten ein Stück Berliner Mauer steht? Und dass dort ein Apfelbäumchen wächst, das gleichzeitig blüht und Früchte trägt? Wie auch immer sich dieses Phänomen erklären lässt: Es war ein schönes Bild für die Gemeinschaft der Mütter, die dieses Wochenende miteinander verbracht haben.