Vorsitzenden- und Engagiertenkonferenz 2019: "Unser scharfes Profil"

Nov 29, 2019
"Drei, zwei, eins - los!" - Die "Kolping-Rakete", gebastelt aus einer PET-Flasche und angetrieben mit Luftdruck, schoss am 16.11. in den blauen Herbsthimmel. 60 Verantwortungsträger*innen aus Kolpingsfamilien im Diözesanverband Köln sahen begeistert zu.

„Der Raketenstart passt gut zur Aufbruchstimmung auf unserer Konferenz! Wir haben unsere Ergebnisse verdichtet und bringen uns damit positiv in den pastoralen Zukunftsweg sowie den bundesweiten Upgrade-Prozess ein!“, erläuterte Diözesansekretärin Katja Joussen.

Wer wir sind

„Profil“, „Mitglieder“ und „Pastoraler Zukunftsweg“ – zu diesen drei Themen diskutierten die Teilnehmer*innen. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen: Am Ende der zweitägigen Tagungen stand der Tagungsraum voller Flipcharts. „Wir konnten diesmal die Ernte aus einem dreijährigen Prozess einfahren. In den beiden Vorjahren haben wir Positionen gesammelt – diesmal konnten wir sie verdichten. Auf diese klaren Ergebnisse können wir aufbauen!“, freute sich Katja Joussen. „Wenn wir klar definieren, wer wir sind, dann ergibt sich daraus auch die Antwort auf die Frage, wer sich zukünftig als Mitglied unserer Gemeinschaft anschließt“, sagte Reinhard Ahrens aus der Kolpingsfamilie Wuppertal-Sonnborn. Drei Kriterien kristallisierten sich heraus: Kolping-Mitglied kann jede und jeder werden, der oder die die christlichen Werte teilt, die Ideen Kolpings unterstützt und die Arbeit des Kolpingwerkes mitträgt.

Selbstständigkeit vor Ort

Ulrich Vollmer, der Bundessekretär des Kolpingwerkes Deutschland, besuchte mit Martin Rose alle drei Foren. „Ich bin begeistert von der Qualität, mit der sich unsere Kolpinger hier mit den großen Fragen unseres Upgrade-Prozesses auseinandersetzen! Sie werden auf unserer Bundesversammlung 2021 in die Ergebnisse des Upgrade-Prozesses einfließen“, sagte Ulrich Vollmer. Er bestärkte die Verantwortungsträger*innen darin, ihre Entscheidungen vor Ort in Selbstständigkeit zu treffen. „Das ist unser Verbandsverständnis: Über die Mitgliedschaft entscheidet ausschließlich der Vorstand vor Ort. Da wird Euch der Bundesverband niemals etwas vorschreiben – Ihr kennt die Menschen vor Ort am besten“, sagte der Bundessekretär.

Profil im Fahrstuhl

Wie eine Positionierung der Verbände im pastoralen Zukunftsweg aussehen kann, zeigte die Methode „Elevator Pitch“: Martin Dietz hatte die Aufgabe, einen Bischof während der Dauer einer Fahrstuhlfahrt von den Vorzügen des Verbandes zu überzeugen. „Die Kolpingsfamilien sind christliche Gemeinschaften, die für Kinder, Senioren und Familien eine tolle Bildungsarbeit zu Religion, Gesellschaft und Politik leisten. Außerdem bereichern wir das kirchliche Leben durch Wallfahrten und Gottesdienste!“. Der Bischof, gespielt von Katja Joussen, war am Ende der Fahrstuhlfahrt bereit, den Mitgliedsantrag auszufüllen. „Die Verbände sind eine Bereicherung für die Kirche vor Ort. Wir sind und bleiben ein katholischer Verband, aber wir pflegen eine ökumenische Offenheit“, sagte Ulrich Vollmer.

Kolping klönt!

Das Rahmenprogramm bot für die TeilnehmerInnen eine Fülle an Informationen: zum Projekt Blumenberg, zum Jahresprogramm des Familienbundes, zum politischen Engagement auf Landesebene, den Handwerkskammerwahlen und zur Arbeitsgemeinschaft christlicher Arbeitnehmer in NRW. Ansgar Schuldenzucker hielt einen Impulsvortrag zum Thema „Katholische Soziallehre“. Damit konnte er bei den Engagierten punkten: Spontan gab es sieben Einladungen, den kurzweiligen und pointierten Vortrag in d Kolpingsfamilien zu wiederholen.

Beim Programmpunkt „Kolping klönt“ am Freitagabend gab es Gelegenheit zum Nachfragen und zum Vernetzen. „Unsere Konferenz war rundum gelungen“, sagte der Diözesanvorsitzende Martin Rose. „Mit den Ergebnissen gestalten wir sowohl den Upgrade-Prozess wie auch die Entwicklung verbandlicher Arbeit in unserem Erzbistum. Außerdem haben mich die vielen guten Gespräche und menschlichen Begegnungen auf dieser Tagung sehr gefreut. Das macht unseren Verband aus!“

Übrigens: Wer eine Kolping-Rakete nachbauen will, findet im Internet unter den Stichworten „Wasserrakete bauen“ eine Fülle von Anleitungen. Viel Spaß beim Nachbasteln! Und wenn alles richtig gemacht wurde, siehts dann so aus.

Text: Bettina Weise

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