Kolpingsfamilie St. Andreas Wesseling: Besuch der armenischen Gemeinde in Köln

Sep 24, 2019
Am 25.8. stand für die Kolpingsfamilie Wesseling der Besuch der armenischen Gemeinde in Köln auf dem Programm. Der Besuch begann mit einem in orthodoxer Form gefeierten Gottesdienst. Der Gottesdienst in armenischer Sprache war voller Symbolhandlungen und begleitet von den eindrucksvollen Gesängen eines Chores.

Da die Gebete auch in deutscher Sprache vorlagen, konnte man dem Ablauf und den Gebeten gut folgen. So hinterließ die zweistündige Gottesdienstfeier einen nachhaltigen Eindruck!

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Gemeinde zum gemeinsamen Mittagessen, an dem wir als Gäste teilnehmen durften. Das gemeinsame Mahl nach dem Gottesdienst hat für die Menschen eine große Bedeutung, da die Armenier sehr verstreut in Deutschland leben und das Treffen eine Möglichkeit ist, Gemeinschaft zu erfahren. Unsere Kolpingsfamilie interessierte sich auch für die Geschichte von Armenien und die besondere Situation der armenischen Kirche. In einem Vortrag wurden wir in die 4000jährige Geschichte des Landes eingeführt, die durch viel Leid, Vertreibung und Völkermord gekennzeichnet ist. So hat allein der Völkermord 1914/ 1915 mehr als 1,5 Millionen Opfer gefordert. Als Folge der immer wieder erlebten Verfolgung leben heute von den 8 Millionen Armeniern 6 Millionen im Ausland.

Auch die Kirche Armeniens hat eine lange Geschichte. In Armenien liegt der Berg Ararat, auf dem Noah mit seiner Arche nach der Flut wieder aufgesetzt hat. Das Christentum wurde von zwei Aposteln nach Armenien gebracht. Schon im Jahr 301 wurde Armenien ein christlicher Staat. Trotz aller Verfolgung ist es bis heute so geblieben.

Die Kolpingsfamilie hat die Gastfreundschaft der Gemeinde sehr genossen und den Chor zum Kolpinggedenktag nach Wesseling eingeladen, wo er den Gottesdienst mitgestalten wird.

 

Text: Hubert Tintelott

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