Kolpingsfamilie Barmen: Besuch von Schweizer Kolping-Fans

Jun 24, 2019
"Wer sich leicht ärgert oder sich den Humor verderben lässt, soll nicht auf Reisen gehen" - Unter diesem Motto von Adolph Kolping fuhr eine Schweizer Kolpinggruppe aus Hochdorf am 13. Juni nach Köln. Ziel dieser Reise war: Auf den Spuren Adolph Kolpings zu wandeln.

Die Kolpingsfamilie in Hochdorf ist dem Gedankengut Kolpings stark verbunden und zeigt Flagge. „Wir Hochdorfer sind auf gutem Weg, für diese gute Sache weiter zu sorgen“, so sagt Frau Margit Unternährer, deren ganze Familie engagiert mitarbeitet. Margit Unternährer ist Vorstandsvorsitzende der Kontinentalversammlung des Kolpingwerkes Europa, des internationalen Kolpingwerkes. Die Kolpingsfamilie Hochdorf lebt eindeutig für den Leitsatz Kolpings „Wer Mut zeigt, macht Mut“.

Sie sind Mitglied im Freundeskreis Kolpingstiftung Litauen, Partnerschaften mit Indien, Santa Cruz/Bolivien, Tansania, Patientenstelle Zentralschweiz, Sakrallandschaft Innerschweiz, um nur einige zu nennen. Sie haben vor Ort einen Kolpingbesinnungsweg von Hochdorf ausgehend mit 9 Stationen bis zu Institutskirche Baldegg. Dort ist erreicht man nach 1,5 Stunden Wanderung einen Raum der Stille, Ruhe und Besinnung. Dieser Pfad ist kein „Gedenkpfad“, sondern soll zum Hinterfragen anregen: Er ist Wegweiser Adolph Kolpings für die Zukunft. Das war für die Schweizer der Grund, sich auf den Spuren Kolpings über die Entstehung dieses großen Werkes zu informieren und die Orte seines frühen Wirkens zu besichtigen.

Also machte man sich mit dem Zug auf nach Köln. Am Freitag, dem 14. Juni fuhren sie nach Kerpen. Dort besichtigten sie das Geburtshaus Kolpings und den Braunkohle-Tagebau. Am Samstag besuchten die Schweizer Köln „auf den Spuren Adolph Kolpings“ und verweilten an allen Stationen des Kolpingweges. Am Sonntagmorgen feierte sie eine Heilige Messe in der Minoritenkirche. Danach ging es auf nach Barmen in unser Kolpinghaus.

Einige Wochen vorher kam von Daniel Unternährer, dem Reiseleiter der Kolpinggruppe und Präses Christof Unternährer die Anfrage, ob sie uns besuchen könnten, damit Lothar ihnen die Wirkungsstätten Kolpings in Wuppertal zeigt. Das fanden wir eine tolle Idee und gute Gelegenheit, Kontakte zu dieser Kolpingsfamilie zu knüpfen. Also richtete der Vorstand eine „Bergische Kaffeetafel“ für die 24 Gäste aus. Lothar, Paul-Heinz und Gerd holten die Gruppe am Bahnhof ab. Wir begrüßten sie mit einer stilechten Kaffeetafel. Wir erklärten ihnen, dass so eine Bergische Kaffeetafel typisch für das Bergische Land und unsere Heimat ist. Mit viel Freude, Humor, Spaß und vielen Gesprächen haben wir zusammengesessen und die Köstlichkeiten vertilgt. Diese Gruppe war sehr freundlich und aufgeschlossen, so dass wir schnell Kontakt zueinander fanden. Lothar hatte sich viel Mühe mit der Vorbereitung dieses Kolpingweges gemacht. Wochenlang sind wir die Stationen abgefahren und abgegangen, haben alles fotografiert und dokumentiert. Zum Schluss hat Lothar mit viel Liebe zum Detail einen Breuer-Kolping-Weg erarbeitet und als Heft zusammengestellt.

 

Nach dem Kaffee brachen Lothar, Gerd, vier Freunde von uns und die Schweizer Kolpingfreunde auf. Auf dem Friedhof Hochstraße besuchten wir das Grab Johann Gregor Breuers und Katharina Kolpings. Dann ging es zu Fuß zur Laurentius Kirche und von dort zu den Stätten, wo Breuer und Kolping gelebt und gewirkt haben: zur Kaplanei, wo Kolping wohnte oder in die Grünstraße, wo die Mädchenschule stand, in der Breuer Hauptlehrer war. Am Abend traf man sich mit großer Wiedersehensfreude im Brauhaus zum abschließenden Abendessen. Um 21.00 Uhr mussten wir uns leider verabschieden. Wir alle hatten viel Spaß und Freude miteinander. Jeder einzelne von den Schweizern hat sich persönlich bedankt und sich verabschiedet. Der Tag war für alle ein großes, supertolles Erlebnis. Lothar, Dominik unser junger Freund und ich haben die Hochdorfer zum Bahnhof gebracht und dort verabschiedet. Unter viel Winken und Zurufen fuhr der Zug Richtung Köln davon. Das Fazit dieses Tages, ein supertoller Tag und ein Erlebnis, wovon wir alle noch viel erzählen werden.

Text: Beate Dröse

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