Kolpingjugend DV Köln: Wiebke Harwardt ins ZdK gewählt

Jun 15, 2022
Wiebke Harwardt, die Diözesanleiterin der Kolpingjugend DV Köln, wurde am 4.06.2022 in das Zentralkomitee der deutschen Katholiken gewählt. Welche Themen möchte sie dort einbringen? Wir haben nachgefragt.

Wiebke, herzlichen Glückwunsch! Was genau sind dort Deine Aufgaben? Wie arbeitsintensiv ist das Engagement?

Vielen lieben Dank. Ich bin in die Vollversammlung gewählt wurden, dies bedeutet erstmal zwei Wochenenden im Jahr mit Vor- und Nachbereitung. Darüber hinaus muss ich abwarten, ob es Foren gibt, in die ich mich aktiv einbringen kann, aber das werde ich nach meiner ersten Vollversammlung im Dezember sehen. Hier muss ich dann auch sehen, wie die Aufgaben mit meinen weiteren ehrenamtlichen Aktivitäten zusammen gehen. Die Diözesanleitung bleibt meine Priorität.

Welche Themen möchtest Du in das ZdK einbringen?

Nach dem Katholik*innentag ist es wichtig zu sehen, wie dieser sich weiterentwickelt. Ich war sehr enttäuscht von der Veranstaltung.

Warum?

Es waren nicht viele Besucher*innen vor Ort, dadurch wirkte die Veranstaltung sehr traurig und leblos. Die Stimmung bei Kolping und beim BDKJ war super, aber ansonsten wirkte sie eher mau. So macht es keinen Spaß und ist keine gute Werbung.

Wie muss sich die katholische Kirche aus Deiner Sicht bewegen, was muss sich ändern?

Ich leite als Frau einen Jugendverband. Aus dieser Perspektive gibt es für mich kein Argument, dass Frauen keine Leitungspositionen in der Kirche übernehmen sollen. Und Kirche muss demokratischer werden.

Wie kann man junge Menschen für Kirche begeistern?

 Ich glaube, dass (Jugend-)verbände dafür ein gutes Beispiel sind. Raum zur Entfaltung bieten, eine Kultur schaffen, in der Fehler erlaubt sind und Menschen aller Geschlechter Verantwortung übernehmen dürfen. So wird Kirche gelebt und ich denke, dass so junge Menschen begeistert werden können.

Wann wird das ZdK seinen Namen in "Zentralkomitee der deutschen Katholik*innen" ändern?

Das Zdk hat einen Beschluss, auf geschlechtersensible und -gerechte Sprache zu achten und den Genderstern zu benutzen. Ich denke also, dass man sich hier bereits auf einem guten Weg befindet.

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