Kolping-Bildungswerk: Projektabschluss "Wissensbildung 4.0"

May 20, 2022
Im Juni 2019 startete das EU-Projekt "Wissensbildung 4.0" – am 13. Mai 2022 wurde es mit einer Feier in der Bildungsstätte Ankerstraße in der Kölner Südstadt abgeschlossen. Ziel des Projektes war der digitale Wandel des Kolping-Bildungswerkes. Gekommen waren etwa 50 Mitarbeitende aus den Geschäftsbereichen des Unternehmens.

Projektleiterin Dr. Annette Lömker-Schlögell zog eine positive Bilanz. Das Projekt wurde durch Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Damit sollte eine digitale Unternehmenskultur etabliert werden, durch die alle Mitarbeitenden auf das vorhandene Wissen im Unternehmen zugreifen und sich untereinander austauschen können. Als das Projekt startete, ahnte noch niemand etwas von der Pandemie, die ab März 2020 dem digitalen Wandel einen enormen Schub versetzte.

400 digitale Endgeräte

"Ursprünglich hatte man an eine Kommunikationsapp für die interne Kommunikation gedacht", berichtete Projektleiterin Annette Lömker-Schlögell. "Damals ging man noch davon aus, dass die Mitarbeitenden ihr privates Smartphone nutzen könnten. Schnell wurde klar, dass das aus Datenschutzgründen nicht möglich ist. Nach und nach wurden an den Standorten des Kolping-Bildungswerkes die Rechner aufgerüstet oder ausgetauscht. Für etwa 400 Mitarbeitende im Bereich Kinder und Bildung wurden digitale Endgeräte angeschafft", sagte Frau Lömker-Schlögell. Sie dankte herzlich ihrer Projektassistentin Anne Bartolo und dem Online-Dozenten und Kompetenzpaten Fabian Samel, die das Projekt gemeinsam mit ihr zu einem guten Abschluss gebracht haben. Außerdem galt ihr besonderer Dank Fabian Bittner aus der IT-Abteilung und Johannes Köhler, der für alle Mitarbeitenden einheitliche Dienst-E-Mail-Adressen einrichtete.

11.000 Schulungsstunden

Das wichtigste Ziel des Projektes war es, über 600 Mitarbeitende in den digitalen Anwendungen zu schulen. Dafür wurden über 11.000 Schulungsstunden durchgeführt, die von Projektassistentin Anne Bartolo dokumentiert wurden. Die Corona-Pandemie wirkte wie ein Katalysator: Im zweiten Lockdown wurden alle Schulungen von Präsenz auf online umgestellt. Dreißig Kompetenzpaten unterstützten die Mitarbeitenden vor Ort, waren Ansprechpartner, wenn es Probleme gab.

Vom Projekt zum Prozess

Vieles wurde erreicht seit 2019: "Ich denke, wir konnten viele Berührungsängste in Bezug auf den digitalen Arbeitsalltag abbauen", sagt Annette Lömker-Schlögell. "Online-Besprechungen gehören zum Alltag im Kolping-Bildungswerk, die Mitarbeitenden nutzen die vielen Chancen, die ihnen die Technik gibt. Es wird gemeinsam und ortsunabhängig an Dokumenten gearbeitet. In manchen Bereichen ist noch Luft nach oben: wir könnten noch viel mehr papierlos dokumentieren. Und unser Intranet ausbauen – so, dass es von den Mitarbeitenden gern genutzt wird!", betonte die Projektleiterin.

Wie geht es weiter?

"Wie es weitergeht? Das liegt an Ihnen!", sagte Ansgar Schuldenzucker zu den Mitarbeitenden des KBW. Er lud dazu ein, sich bei der Gestaltung des Intranets einzubringen und die vielen Chancen des Austauschs zu nutzen. Er erinnerte an Adolph Kolping, der zu seiner Zeit ein enormes Netzwerk aufgebaut hat und sicherlich mit Begeisterung die digitalen Möglichkeiten genutzt hätte, um vielen Menschen alle Chancen zu geben, mit Bildung ihr Leben selbst gestalten zu können.

Wie schlau ist smarte Bildung? 

Von links nach rechts: Medienpädagoge Alexander Hundenborn, Dr. Annette Lömker-Schlögell, Anne Bartolo, Fabian Samel, Ansgar Schuldenzucker

Wie kreative Medienarbeit im pädagogischen Alltag aussehen kann, zeigte der Medienpädagoge Alexander Hundenborn von der Fachstelle Jugendmedienkultur NRW in seinem Vortrag. Mit Roboterbausätzen und dem kreativen Einsatz von Apps können Kinder und Jugendliche wertvolle Lernerfahrungen machen und über digitale Möglichkeiten nicht nur konsumieren, sondern selbst gestalten. Vom Bürstenroboter bis zum Musikmachen – die Fülle der Ideen und Möglichkeiten begeisterte einige Mitarbeitende aus dem Bereich Kinder und Bildung. Alexander Hundenborn steht gern für Anfragen zu Verfügung: Alexander Hundenborn – Fachstelle für Jugendmedienkultur NRW, jugendmedienkultur-nrw.de

Zum Schluss: Ein Abschied

Nach einem köstlichen Imbiss vom Kolping-Catering-Service verabschiedete Ansgar Schuldenzucker mit herzlichen Worten den langjährigen Leiter des Bereiches Kinder und Bildung, Ilija Lamersic. Er hob die vielfältigen Fähigkeiten hervor, die Ilija Lamersic auszeichnen: seine umfangreichen Sprachkenntnisse von Englisch, Deutsch, Kroatisch und Französisch bis hin zur japanischen Sprache, seine intellektuellen und musischen Kompetenzen, seine Empathie und Zugewandtheit bei der Führung des Geschäftsbereiches Kinder und Bildung. "Wir werden Dich sehr vermissen und wünschen Dir für Deine neuen beruflichen Herausforderungen von Herzen alles Gute!", sagte Ansgar Schuldenzucker.
Text: Bettina Weise

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