Freitagsklick: Abschied von Sabine Terlau und Martin Rose

Sep 23, 2022
Es war ein Tag des Dankes und der Wertschätzung: Martin Rose und Sabine Terlau wurden am 17. September als Diözesanvorsitzender und Stellvertreterin verabschiedet. Zum Auftakt feierten über 100 Gäste und 20 Bannerträger*innen einen Festgottesdienst mit Diözesanpräses Peter Jansen, Bundespräses Hans-Joachim Wahl und Prälat Josef Sauerborn.

"Wir können etwas dafür tun, dass Reiche nicht immer reicher und Arme nicht immer ärmer werden – und das weltweit!", betonte Diözesanpräses Peter Jansen in seiner Predigt und würdigte das Engagement von Sabine Terlau und Martin Rose.

Solidarität auf vielen Ebenen

"Sie haben in den letzten 15 Jahren die Prinzipien der katholischen Soziallehre mit Leben gefüllt. Solidarität, Subsidiarität, Personalität, Gemeinwohl und Nachhaltigkeit zeigen sich in der Partnerschaftsarbeit für Kolumbien, im Projekt Blumenberg der Kolpingjugend, in der Arbeit der Kolpingsfamilien, in den Bezirken, im Diözesanverband, im Kolpingwerk Deutschland. Hier haben Martin und Sabine Ausgezeichnetes geleistet, das unseren Diözesanverband nachhaltig begleitet! Dafür gilt ihnen unser großer Dank!", sagte der Diözesanpräses. Als Zeichen dafür überreichte er Martin Rose ein Bild der Künstlerin Heike Lülsdorf, auf dem viele Ort der Kolpingarbeit zu sehen sind: das Kolping-Geburtshaus, die Minoritenkirche, das Generalvikariat, aber auch der Landtag Düsseldorf.

Mit Mut, Geschick und Leidenschaft

"Martin Rose hat 'katholisch' als Auftrag verstanden – im Sinne von allumfassend", sagte Prälat Josef Sauerborn in seiner bewegenden Laudatio. Als Mitglied im Diözesanpastoralrat habe er den Pastoralen Zukunftsweg mitgestaltet und dabei immer die Verbände – und besonders Kolping – mit Mut, Sachverstand, Geschickt und Leidenschaft vertreten. Dabei war es sein Anliegen, immer im Gespräch zu bleiben, betonte der Prälat. „Sabine Terlau war im Diözesanverband untrennbar mit dem Thema Familie verbunden. Sie setzte sich für Generationengerechtigkeit ein und gegen Altersdiskriminierung. Der Partnerschaftsarbeit mit Kolumbien hat sie über ein Jahrzehnt ihr Gesicht gegeben!“, so Sauerborn. „Die Kommunikation mit den Kolpingsfamilien lag ihr am Herzen – ebenso wie mit den Mitarbeitenden im Diözesanbüro. Sabine war immer da, wenn man Rat brauchte!“. In der Aufzählung der vielen Ämter und Aufgaben von Martin und Sabine wurde deutlich, wie umfangreich und vielfältig ihr Engagement für die Ideen Adolph Kolpings war. Die Gäste dankten es ihnen mit riesigem Applaus.

Aus Treue wurde Freundschaft

Familie, Freund*innen und Wegbegleiter*innen feierten anschließend im Gebäude von Kolping International weiter. Sigrid Stapel moderierte vier Talkrunden zu verschiedenen Schwerpunkten. Im ersten Talk erzählten die Familienmitglieder Anekdoten, wie das Ehrenamt das Familienleben beeinflusst hat. Im zweiten Talk interviewte Sigrid Stapel Norbert Michels vom Diözesanrat. "Martin gehörte zwölf Jahre dem Diözesanrat an. Dazu gehören Treue und Verlässlichkeit! Und aus Treue wurde Freundschaft", sagte Norbert Michels. Er überreichte Martin Rose zum Dank für die gemeinsame Arbeit das goldene Kreuz des Diözesanrates. Elisabeth Bungartz von der kfd lobte Sabines Engagement in der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände. Dort hat sie sich besonders für den Erhalt der Tagungshäuser stark gemacht.

Landespolitik mitgestalten

"Gib ihnen nicht, was sie wollen, sondern was sie brauchen" – diesen Ausspruch zitierte Reinlinde Steinhofer in der dritten Talkrunde zum Thema Landespolitik, passend auf das Engagement von Martin und Sabine bei Kolping NRW. Sie blickte auf viele inhaltlich herausragende Landespolitische Abende zurück, die auch kontroverse Themen aufgriffen. Ein Abend mit dem Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide musste sogar unter Polizeischutz stattfinden.

Im Verband wie in der Familie

Markus Brügger von Kolping NRW ist Sabine insbesondere durch das gemeinsame Engagement als Beauftragte für Internationale Partnerschaftsarbeit verbunden. „Viele Projekte, die sie hier in Köln für Kolumbien entwickelt hat, wurden auf Landes- und Bundesebene wahrgenommen und teilweise übernommen!“, sagte er. Auch Gerd Meyer und Ansgar Schuldenzucker fanden viele lobende Worte über die lange Zeit der Zusammenarbeit. Auch die Vertreter*innen der Kolpingjugend blickten mit viel Dankbarkeit und Humor auf die gemeinsame Zeit mit Martin und Sabine zurück. Auch bei Differenzen konnten sie sich immer auf die beiden verlassen, betonten sie. Schließlich sei es im Verband wie in einer Familie: „In jeder Familie gibt es Streit, aber wichtig ist es, sich hinterher beim Bier zu vertragen“, sagte Sarah Forst, die ehemalige Diözesanleiterin.

"Ein Paar wie Blitz und Donner"

Zwischen den Talkrunden gab sich der neu geründete "Kolping-Chor" die Ehre: Leonore Overberg hatte Lieder für den Anlass umgedichtet: "Marmor, Stein und Eisen bricht – aber Kolping-Freundschaft nicht!", "Ros‘ Martin tritt für Kolping ein" und "Sabinchen war ein Frauenzimmer". Zum Schluss traf noch ein Überraschungsgast ein: der leibhaftige Udo Lindenberg verströmte Coolness und Lässigkeit! Er stimmte "Hinter dem Horizont geht’s weiter" an. Die Stimme erinnerte sehr an Diözesansekretärin Katja Joussen. Der Saal sang begeistert mit.

Träume leben

Nach so viel Lob und Dank, Kurzweil, leckerem Essen vom Kolping-Catering ergriffen Martin und Sabine zum Schluss das Wort. "Wir haben das Amt nie in Begrifflichkeiten betrachtet, sondern als ein Amt, in dem man Ideen und Träume umsetzen kann!", betonte Martin Rose. "Wir haben das Amt nicht verwaltet, sondern wir wollten gestalten – eure und unsere Träume." Er blickte zurück auf viele herausragende Ereignisse in ihrer Amtszeit: die Feier 150 Jahre Diözesanverband, die Reise nach Görlitz, den Kolpingtag 2015, die Kolping-Stadtrundgänge, die nur für den Kolpingtag geplant waren, aber noch heute fortgeführt werden. "Kolping – das ist ein Verband, der nach vorne denkt, aber die Vergangenheit nicht vergisst!" Die Kolpinggeschwister in unserem Diözesanverband werden die gemeinsame Zeit mit Martin und Sabine auch nicht vergessen.

Text: Bettina Weise

An dieser Stelle sagen Sabine und Martin allen Spender*innenein ein herzliches Dankeschön und vergelts Gott - es sind über 2.000 € für Projekte der Zukunft zusammen gekommen.

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