Freitagsklick: Wenn jeder Tag ein Mittwoch ist! Ein Plädoyer für den Sonntagsschutz 

Feb 7, 2020
"Wir dürfen vor einem ungehemmten Wirtschaftsliberalismus, schärfer formuliert vor einem ungehemmten Kapitalismus als Gesellschaft nicht in die Knie gehen!"

Mit diesen klaren Worten spricht sich der Vorsitzende des Kolpingwerkes Diözesanverband Köln Martin Rose gegen eine weitere Aufweichung des Sonntagsschutzes auf. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte am 31. Januar eine Grundgesetzänderung gefordert, um verkaufsoffene Sonntage in Zukunft leichter zu ermöglichen.

„Sonntagsschutz, Digitalisierung der Arbeitswelt sowie die aktuelle Wohnungsnot machen deutlich, wie dringend eine Debatte um eine neue soziale Marktwirtschaft ist. Die ausschließliche Orientierung an den Interessen des Kapitals und der Wirtschaft spaltet unserer Gesellschaft dauerhaft. Drei Aspekte zum Thema Sonntagsschutz liegen uns als Kolpingwerk Köln dabei besonders am Herzen:

  • Familien, in all ihrer Vielfalt, benötigen in unserer verdichteten Lebens- und Arbeitswelt planbare Zeit.
  • Der arbeitsfreie Sonntag unterstützt den Einzelnen bei seiner persönlichen Work-Live-Balance und ist somit ein Beitrag zum Gesundheitsschutz.
  • Für uns als Christen hat der Sonntag eine herausragende Bedeutung. Christusbegegnung und die Pflege der Gemeinschaft sind nicht nur wichtig für den einzelnen Christen, sondern am Ende auch ein Mehrwert für unsere Gesellschaft. Sie begründen letztendlich das Vielfältige christliche Engagement in den unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft.

Wir brauchen eine gesamtgesellschaftliche Debatte, damit nicht jeder Tag ein Mittwoch ist. Wir als Kolpingschwestern und Kolpingbrüder werden uns zum Wohle des Menschen dabei aktiv einbringen!“, sagte Martin Rose.

 

Text: Kolpingwerk DV Köln/bw

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