Freitagsklick: Verbandliche Arbeit – ein Gewinn für das Zielbild 2030! 

Nov 13, 2020
Wie und wo können katholischen Verbände ein lebendiges Leben aus dem Glauben auf der Ebene der Gemeinde und Pfarrei mitgestalten? Diese Frage wurde am 9.11. in einer Online-Konferenz von VertreterInnen des Erzbistums und der katholischen Verbände diskutiert.

Der Vorstand des Kolpingwerkes Diözesanverband Köln hatte sich besonders dafür eingesetzt, dass dieser zusätzliche Termin zu den Seelsorgebereichsforen zustande gekommen war.

„Durch ihre demokratische Verfasstheit, einen hohen Grad an Selbstorganisation und der gelebten Subsidiarität bringen sich die Verbände schon heute in ihrer gesamten Vielfalt vor Ort ein. Im Dialog mit Politik und Gesellschaft erreichen sie darüber hinaus Menschen, die der Kirche eher kritisch oder mit Distanz gegenüberstehen. Verbandliche Arbeit ist weder heute noch Morgen ein Auslaufmodell. Ein Zielbild 2030 ohne Verbände lässt Chancen für einen tatsächlichen Aufbruch liegen. Daher war uns der Austausch mit dem Erzbistum besonders wichtig“, erklärt Martin Rose.

Erwachsenen- und Jugendverbände von KAB, kfd, BDKJ, KJG, DJK bis zu den Schützen und Maltesern folgten der Einladung. Bis zu 60 Engagierte diskutierten im Forum. Moderiert wurde das Online-Treffen von Dr. Daniel Weisser, der als Projektverantwortlicher für den Pastoralen Zukunftsweg tätig ist. Generalvikar Dr. Markus Hofmann führte in einem ersten Teil in die wesentlichen Eckpunkte des Pastoralen Zukunftsweges und der Pfarrei der Zukunft ein. Ergänzt wurde dieser Teil durch Ergebnisse aus dem Fokusteam Verbände, die Bernd Siebertz als Leiter des Teams vorstellte. Generalvikar Dr. Markus Hofmann, Dr. Daniel Weisser und Herr Bernd Siebertz standen im Anschluss für die Beantwortung der zahlreichen Rückfragen sowie kritischen Anmerkungen zur Verfügung.

Martin Rose, Vorsitzender

Martin Rose zieht ein positives Fazit: „Für das Verbändeforum gilt es, dem Team um Generalvikar Dr. Markus Hofmann erst einmal Dank zu sagen. Im Gegensatz zu den Seelsorgebereichsforen hatten die Vertreter der Verbände die Möglichkeit, in einen unmittelbaren Dialog einzutreten. Der Austausch war geprägt durch die zahlreichen Wortmeldungen der Jugendverbände, aber auch durch die Professionalität und die Fairness aller Beteiligten. Inhaltlich wurde deutlich, dass der neue Begriff Gemeinde, einschließlich der Verantwortlichkeiten, weiterhin für Irritationen und Rückfragen sorgt. Hier muss dringend nachgeschärft werden. Eine weitere Sorge der verbandlichen Vertreter*innen galt den Ressourcen. Verbandliche Arbeit, und hier besonders Jugendverbandsarbeit, bedarf fester Orte. Es gilt möglichen Verdrängungseffekten auf Ebene der neuen Pfarreien frühzeitig entgegenzutreten. Darüber hinaus wurden die zukünftigen Formate der Mitbestimmung (Gremien) sowie die pastorale Begleitung der verbandlichen Arbeit hinterfragt. Dabei wurde deutlich, dass noch nicht alle Aspekte bearbeitet sind. Dies gilt besonders auch für die Einbindung der heute schon ausgebildeten geistlichen Leitungen der Verbände. Sie können die pastorale Arbeit auf Ebene der zukünftigen Gemeinde/Pfarrei bereichern und unterstützen. Das Verbändeforum hat gezeigt, wie wichtig der Dialog und das aufeinander Zugehen ist. Wir, die katholischen Verbände im Erzbistum Köln, verstehen uns selbstbewusst und selbstverständlich als Teil des Zielbilds 2030. Diese Selbstverständlichkeit ist für uns im Kolpingwerk an das Wort Adolph Kolpings – Die Nöte der Zeit werden euch lehren, was zu tun ist! – gebunden.“

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