Freitagsklick: Im Austausch mit Weihbischof Steinhäuser

Dec 17, 2021
Hoher Besuch am 14. Dezember im Kolpingzentrum Köln-Mülheim: Weihbischof Rolf Steinhäuser, der apostolische Administrator besuchte das Präsidium des Diözesanverbands. Die Leitung des Erzbistums liegt bis März 2022 in seiner Verantwortung. In adventlicher Atmosphäre wurden Erwartungen ausgetauscht, Fragen gestellt und in die Zukunft geblickt.

"Der Weihbischof hat uns sehr aufmerksam zugehört", stellte Diözesanpräses Peter Jansen fest. "Wir hatten Gelegenheit, ihm unsere Sichtweisen auf den pastoralen Zukunftsweg und die Zukunft von Verbänden im Erzbistum darzulegen und unsere Wünsche für eine einladende Kirche und eine Dialogbereitschaft auf Augenhöhe auszudrücken, in der niemand ausgegrenzt wird. Was wir brauchen, ist eine Bereitschaft aufeinander zuzugehen und gemeinsam - Verbände, wie Bistum mit viel Kreativität die Zukunft zu gestalten und Modelle zu entwickeln, in denen auch experimentiert werden kann", so Peter Jansen. Wie es zukünftig genau im Erzbistum weitergeht, vermochte auch Weihbischof Steinhäuser nicht zu sagen.

Die Aktivitäten im Diözesanverband, die Bildungsarbeit im Kolping-Bildungswerk und in den Kolpingsfamilien interessierten Weihbischof Steinhäuser sehr – besonders die Maskenaktion zu Beginn der Pandemie und die Spendensammlung für die Betroffenen der Flutkatastrophe. Die Vorsitzende des Familienbundes Kolping Köln, Leonore Overberg, berichtete von den vielfältigen Angeboten für Familien, Großeltern mit Enkel, Väter und Mütter, sowie der politischen Interessenvertretung für Familien. Seit vier Jahren werden die Aufgaben des früheren Familienbundes der Katholiken im Auftrag des Erzbistums unter dem Dach des Kolping-Diözesanverbandes wahrgenommen. Bundesweit ein Novum – und ein Erfolgsmodell!

Weihbischof Steinhäuser Weihbischof Steinhäuser sprach den Wunsch aus, dass die Kolpinger sich treu bleiben, sich an ihre Ursprünge erinnern und daraus Kraft für die Zukunft schöpfen - auch in der Krise, in der sich das Erzbistum gegenwärtig befindet. "Kolping soll Kolping sein!", betonte der Weihbischof.

Den vielen Facetten des Verbandslebens fügte der Weihbischof eine eigene Kolping-Erfahrung hinzu. Auf einer Reise nach Bolivien sei er immer wieder "Kolping" begegnet – mit Ausbildungs- und Sozialprogrammen, mit medizinischen Angeboten, bei der Vergabe von Kleinkrediten. Zur bleibenden Erinnerung an den zweistündigen Besuch schenkte ihm das Präsidium eine Kerze, die in diesen Tagen in vielen Kolpingsfamilien brennt: die Kerze zum Kolping-Gedenktag.

Text: Bettina Weise

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