Freitagsklick: Großeltern-Enkeltage im Westerwald

Oct 30, 2020
Großeltern und ihre Enkel waren vom 11. - 15. Oktober im Haus "Arche Noah Marienberge" in Elkhausen zu Gast. Ihr Motto war: "Viele kleine Leute… können das Gesicht der Welt verändern". Damit beschäftigten sie sich mit "Laudato Si", der zweiten Enzyklika von Papst Franziskus – auf kindgerechte, aktive und kreative Weise. 
Coronapacket für die Daheim gebliebenen

Leider mussten zwei Familien zuhause bleiben, denn Rheinland-Pfalz hatte ein Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten (in unserem Fall Köln) verhängt. Die Leiterin der Großeltern-Enkel-Tage packte für sie ein Paket mit Materialien zum Thema „Laudato Si“ und Bastelanleitungen. So begleiteten uns die beiden Familien in Eigenregie.

Mit fröhlichen Kennenlernspielen wurden alte Bekanntschaften aufgefrischt oder neue geknüpft. Erstmals durften in diesem Jahr auch Großmütter und ältere Enkel mit auf Tour gehen. Wie schön!

Der erste Abend klang mit vielen Spielen und einer Märchenstunde mit Opa Manfred über die „Drei Muskeltiere" aus.

Wir starteten in jeden Morgen mit einem Gotteslob, das von Hermann-Josef mit großer Sorgfalt zusammengestellt wurde. Nach einem reichhaltigen Frühstück widmeten wir uns ab 9.30 Uhr dem jeweiligen Thema.

Ausgehend von „Laudato si“ nahm jede Familie ein Thema genauer unter die Lupe und vermittelte der Gruppe anschließend den Sinn der Worte des Papstes. Respekt im täglichen Umgang mit unseren Ressourcen hilft den Ärmsten der Armen! Wir alle, auch die Kinder müssen sich Gedanken machen, unter welchen Bedingungen sie als Erwachsene leben wollen. Jeder Schritt zählt.

Nach der Theorie ging es am Nachmittag in den Wald. Der Waldpädagoge Herrn Decker unternahm mit uns eine informative und sportliche Wanderung mit etlichen akrobatischen Aktionen. Zum Abschluss durften wir ein Wildgehege betreten, um das Damwild aus unserer Hand fressen zu lassen. Das war ein besonders schönes Erlebnis! Ganz leise und vorsichtig näherten wir uns den Tieren, sodass die Rehe und die beiden Hirsche Hubertus und Sascha uns vertrauten und aus unseren Händen Futter nahmen. Wie schwer so ein Geweih ist, konnten wir selbst feststellen, als wir ein Exemplar in die Hand nehmen und auf unsere Köpfe halten konnten. Danke für die tollen Stunden im Wald!

Der zweite Tag begann wieder mit „geistiger Arbeit“. An den Themen Wasser, Plastik, Kleidung, Einkauf und Nahrung erarbeiteten wir in Kleingruppen, was wir als einzelne Menschen für unsere Umwelt und damit für unsere Erde tun können.

Um dieses Thema mit Lob und Dank an Gott, unser aller Schöpfer, gebührend zu beenden, kam unser Diözesanpräses Peter Jansen extra aus Velbert zu uns, um in der schönen alten Dorfkirche St. Bonifatius die Heilige Messe mit uns zu feiern. Auch dafür ein herzliches Dankeschön!

 

Am dritten Tag war die Kreativität von Kindern und Großeltern gefragt. Aus Alltagsresten, die sonst im Müll landen, bauten wir Musikinstrumente. Gesammelte Schätze aus Wald und Feld wurden zu Naturwebrahmen verarbeitet. Mit Eifer wurde gebastelt, geschnitzt und fleißig gewerkelt.

Und zum Abschluss die Nachtwanderung! Ohne Taschenlampe, dafür mit Phosphorbändchen ausgestattet wagten wir uns unter der Führung von Herrn Decker in den nächtlichen Wald. Den Wald und den Boden mit allen Sinnen zu ergehen und zu ertasten war eine Herausforderung, die wir bestimmt nicht vergessen werden!

Im Haus der Arche gab es keine Langeweile. Spiel und Spaß kam nicht zu kurz. Und dann noch die vielen Tiere: Ziegen, Pferde, Esel und Hühner auf dem weitläufigen Gelände! Unser herzlicher Dank gilt Sabine Terlau, die diese unvergesslichen Tage organisiert hat. Als erfahrene Pädagogin bewahrt sie immer die Ruhe und den Überblick, auch wenn es manchmal hoch hergeht, zum Beispiel beim Sitzfußball. Wir freuen uns auf die nächsten Großeltern-Enkel-Tage!

Text: Marianne Michels

Zurück