Freitagsklick: Familien-Bildungswochenende: Trommeln, basteln, tüfteln - durchstarten!

Jun 28, 2019
"Drei, zwei, eins - Start!" Am 15. Juni schossen unzählige bunte Raketen in den strahlend blauen Himmel vor dem Tagungshotel "Maria in der Aue". Ihr Antrieb: Druckluft und Wasser. Sie flogen hoch über die Baumwipfel hinweg - zur Freude von 40 Kindern, Vätern und Müttern, die gemeinsam ein abwechslungsreiches Wochenende unter dem Thema "Im Rhythmus des Lebens" erlebten.

Martin Grün und Bettina Weise hatten sich das Konzept für das Wochenende ausgedacht: „Familien sind in ihrem Alltag oft eng getaktet: Arbeit, Kita, Schule, Freizeit geben ihren eigenen Rhythmus vor. Oft hetzt man von Termin zu Termin. – Wir wollten den Familien eine Auszeit ermöglichen und Gemeinschaftserlebnisse bieten, die sie auch in ihren Alltag einbauen können.“ Die Mischung macht’s: Drei parallele Workshops im Trommeln, Raketenbau und Donnerrohr-Basteln standen den Familien zur Auswahl. In der freien Zeit genossen die Familien die tolle landschaftliche Umgebung und das hauseigene Schwimmbad, das den Teilnehmern kostenlos zur Verfügung stand.

„Im Rhythmus des Lebens“

„Klapperschlange, Bär – Löwe, Bär!“ – dieser Rhythmus ist allen Familien an diesem Wochenende in Fleisch und Blut übergegangen. Von den Kleinsten bis hin zur 83jährigen Urgroßmutter rasselten, trommelten, klatschten und stampften die Familien unter der Anleitung des Perkussionslehrers André Philippi. Zunächst griffen die Familien auf ein Instrument zurück, das sie immer dabei haben: ihren eigenen Körper. Wie schnell aus einer Gruppe ein Klatschorchester werden kann! Doch der erfahrene Weltmusik-Trommler André hatte auch einen großen Fundus an afrikanischen Percussion-Instrumenten dabei, die für jede Körpergröße geeignet waren. Wie diese Trommeln in Afrika miteinander sprechen und sich gegenseitig antworten – das konnten die Familien schon nach einem Workshop-Tag im Konzert vorführen!

Und das fliegt?

Parallel produzierten Eltern und Kinder mit höchster Konzentration die Luftdruckraketen. Martin Grün hatte in Vorbereitung auf das Familien-Bildungswochenende viele Prototypen gebaut – doch würde es auch diesmal klappen? Vielen Kindern und Erwachsenen stand ein Fragezeichen ins Gesicht geschrieben: wie soll eine PET-Flasche mit einem aufgeschnittenen Tennisball und Seitenrudern so viel Schub kriegen, dass sie richtig hoch fliegt? Ein paar technische Schwierigkeiten und Materialverschleiß mussten überwunden werden, doch die Raketen starteten am Nachmittag zur vollen Zufriedenheit der Luftfahrtingenieure aller Altersgruppen.

 

Donnerrohre und Werwolf

Das dritte Angebot kam von den „Basteltanten“ Charlotte und Judith: Die beiden Schülerinnen bauten mit Kindern und Eltern „Donnerrohre“: Pappröhren, an denen man eine lange Stahlfeder befestigt. Beim geschickten Schütteln erzeugt man Donner- und Windgeräusche. Die Donnerrohre wurden liebevoll verziert, bemalt und beklebt. Abends spielten die „Basteltanten“ mit den Kindern „Werwolf“ und Cross-Boule. „Es war super, dass wir nicht in eine Kinderbetreuung gesteckt wurden“, sagte der siebenjährige Thomas in der Schlussrunde. „Aber die Basteltanten waren super!“

Familie ist da, wo man füreinander da ist

„Viele Kinder und Erwachsene haben uns gesagt, dass sie genau das an unserem Wochenende geschätzt haben: die gemeinsamen Aktionen von Eltern, Kindern und Großeltern miteinander. Das zeigt uns, dass wir auf der richtigen Spur sind! Wir wollen hier auch im nächsten Jahr ein Familien-Bildungswochenende anbieten, bei dem das Miteinander groß geschrieben wird. Besonders gefreut hat uns, dass auch Alleinerziehende und Verwitwete sich bei uns wohl gefühlt haben. Denn Familie ist da, wo man füreinander Verantwortung übernimmt – egal in welcher Konstellation“, sagte Diözesansekretärin Katja Joussen. Wie das tolle Programm von diesem Jahr getoppt werden soll, das wissen Bettina Weise und Martin Grün noch nicht. Aber das Datum steht schon fest: Vom 28.-30.8.2020 findet das nächste Familien-Bildungswochenende in „Maria in der Aue“ statt! Anmeldestart: ab sofort.

Text: Bettina Weise

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