Freitagsklick: Corona in Kolumbien: Abstand halten! 

May 8, 2020
"Corona trifft die Ärmsten - lasst uns gemeinsam helfen!" Mit diesem Appell ruft Kolping International in diesen Tagen zu Spenden auf. Wie sieht es eigentlich in unserem Partnerland Kolumbien aus? Sabine Terlau hat Kolumbien im März besucht, um an der Nationalversammlung teilzunehmen. Hier sind ihre Eindrücke:

„Liebe Kolpingschwestern und -brüder,

gerne möchten wir Euch auch in Zeiten von Covid-19 ein Up-Date zur Situation im kolumbianischen Kolpingwerk geben.

Anfang März war ich zu Besuch in Kolumbien. Ich konnte mich für 5 Tage mit Esther in Bogotá treffen. Esther war aus Bolivien nach Kolumbien gereist, um für mich und den Generalpräses zu übersetzen. Überall sah Schilder mit Hinweisen auf Corona: „Bitte Hände waschen! Niesetikette einhalten! Keine fremden Tiere anfassen. Abstand halten!“.

Anlass meiner Reise war die Nationalversammlung, die trotz Corona noch stattfand. Zu diesem Zeitpunkt gab es erst wenige registrierte Fälle in dem südamerikanischen Land. Kurz nach der Reise wurden dann Ausgangssperren etc. verhängt. Im Rahmen der ordentlichen Nationalversammlung wurden ein neuer Vorstand gewählt und eine Satzungsreform beschlossen. Vorsitzender des Nationalverbandes ist nun Cesar Gonzalez Montes. Er wohnt in Bogotá. Auch seine VorstandskollegInnen stammen mit Ausnahme des Jugendvertreters aus der Hauptstadt. Damit sind leider viele Regionen, in denen Kolpingfamilien existieren, nicht im Nationalvorstand vertreten. Erfreulich ist, dass nun das Amt des Nationalpräses besetzt ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich dadurch die Verbindungen zur katholischen Kirche im Land verbessern.

Durch Corona und erste Reisebeschränkungen, die im März getroffen wurden, konnten unser Generalpräses Mons. Ottmar Dillenburg und Katharina Hager (hauptamtliche Referentin beim Kolping International in Köln und u.a. zuständig für die Arbeit in Kolumbien) leider nicht mehr nach Kolumbien einreisen. Somit fand die Sitzung des Stifterrates mit veränderter Tagesordnung statt und wir diskutierten keine Satzungsänderungen für die Stiftung, welche wir augenblicklich für dringend geboten halten.

Der neue Nationalvorstand und der Stiftungsvorstand, dem wir nicht angehören, müssen sich jetzt zusammentun und neue Ideen für die Zukunft des Kolpingwerks Kolumbien entwickeln. Wir hoffen, dass durch die neue Besetzung des Nationalvorstandes Fahrt aufkommt. Somit kann ich noch keine neuen Projekte vorstellen. Das Zentrum in Usme ist seit September 2019 geschlossen. Dadurch dass in den kolumbianischen Schulen nun auch Nachmittagsunterricht erteilt wird, werden Kindern dort vollumfänglich versorgt. Einrichtungen wie Usme haben damit ihre ursprüngliche Bedeutung (Mittagstisch, Hausaufgabenhilfe) verloren.  

Wollt Ihr die Arbeit von Kolping International und die Menschen, die sich weltweit bei Kolping engagieren, unterstützen, so bitten wir Euch an den Corona-Fond zu denken. Am 9. Mai solltet ihr dazu eine Information in Euren Briefkästen finden.

Wenn wir wieder die Kolpingarbeit in Kolumbien unterstützen können, bekommt Ihr Post von uns.

Herzlichen Dank für Euer Verständnis und die offenen Portemonnaies!

Treu Kolping

Sabine Terlau und Esther Henning“

Wer spenden möchte, findet hier alle Informationen im Flyer.

Zurück