Familienbund Kolping Köln: "Im Fluss des Lebens" - trotz Corona

Sep 4, 2020
Lauter glückliche Gesichter: Das erste Familien-Bildungswochenende seit Corona hat im Tagungshotel „Maria in der Aue“ zum Thema „Im Fluss des Lebens“ stattgefunden. Vierzig Mütter, Väter und Kinder haben sich hier vom 28.-30. August erholt, gebildet, gemeinsam gewerkelt, gebetet und eine entspannte gemeinsame Zeit genossen.

Die Pandemie-Regeln gaben die Bedingungen vor: Maskenpflicht im Hotel, feste Sitzplätze beim Essen und in den beiden Gruppenräumen. „Wir haben die vierzig TeilnehmerInnen in zwei Bezugsgruppen aufgeteilt und zwei große Gruppenräume statt einem gemietet. So konnten wir die Abstandsregeln gut einhalten. Aber zum Glück konnten wir unser Programm fast komplett im Freien durchführen“, sagt Organisatorin Bettina Weise.

Schmutzfinken bauen Aquädukte

„Laudato si“ – die Gedanken von Papst Franziskus zum Thema Umwelt- und Klimaschutz bildeten den inhaltlichen Rahmen des Wochenendes. Um die Schöpfung zu bewahren, muss man aber auch viel wissen! Marcus Savsek von der Kolpingsfamilie Wesseling St. Andreas gestaltete den Samstagvormittag mit Wasserspielen. Auf Wäscheleinen reihten drei Teams Bilder von Äpfeln, Apfelsinen, Burgern und Handys auf. Wie viel Wasser wurde wohl für die Herstellung gebraucht? Unglaublich: Im Frühstücksei steckt schon eine Badewanne voller Wasser. Für die Produktion eines Handys braucht man 5 Badewannen Wasser, für einen Burger sogar zehn!

Der erste Auftrag beim Spiel „Schmutzfink“ machte den Kindern besonderen Spaß: „Bitte macht das Wasser in diesem Becher dreckig!“. Der zweite war schon schwieriger: „Und jetzt wieder saubermachen!“. Mit Sand, Zellstoff, Kohle und Kies bauten Eltern und Kinder im Team ihre eigenen Kläranlagen. Wie man das kostbare Wasser transportiert, wussten schon die Römer im Rheinland: sie bauten Aquädukte. Dass das nicht so einfach ist, stellten die Familien auch an diesem Wochenende fest, als sie selbst Aquädukte bauten.

 

Bürsti, Amphibienfahrzeuge und Wachsbilder

Der Samstagnachmittag „Mein Bürsti ist schneller!“ – „Nein, meiner!“ – Das wahrscheinlich erste Bürstenroboter-Wettrennen in „Maria in der Aue“ ergab keine klaren Sieger, machte aber viel Spaß!  Unter der Anleitung von Martin Grün aus der Kolpingsfamilie Rösrath bauten Eltern und Kinder kleine Motoren an die Köpfe von hölzernen Spülbürsten zu bauen. Die motorisierten „Bürstis“ bewegen sich ziemlich unvorhersehbar, werden aber sicher in den Haushalten sehr hilfreich sein. Das zweite Bauprojekt war ein Boot mit Motor, das man auch mit Rädern ausstatten konnte. Die Familien legten sich ins Zeug! Es entstanden fantasievolle Fahrzeuge, die in Geschwindigkeit und Ausstattung neue Maßstäbe setzen. Die Kinderbetreuerinnen Judith, Charlotte und Chiara leiteten Eltern und Kinder in der Kreativtechnik „Encaustic“ an. Dabei werden Wachsfarben mit einem Bügeleisen geschmolzen und auf Spezialpapier aufgetragen. Dabei ergeben sich wundersame Landschaften und Farbverläufe. Einfach Kunst!

 

Auf zur Quelle!

Nach dem Morgenlob am Sonntag gingen die Familien auf Schatzsuche: An einer Quelle im Wald musste ein Schatz geborgen werden! Bei der Schlussrunde waren sich Väter, Mütter und Kinder einig: Das Wochenende war rundum gelungen – trotz Corona. „Danke, dass Ihr wieder Veranstaltungen anbietet! So konnten uns nach dem Start in das neue Schul- und Kitajahr noch einmal richtig erholen und mit unseren Kindern Kraft tanken!“, sagte eine Mutter. Das Familien-Bildungswochenende geht im nächsten Jahr auf jeden Fall in die dritte Runde!

Text: Bettina Weise

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