Familien-Bildungswochenende: Im Takt des Lebens

Fri Sep 03 08:00:00 CEST 2021
Trommeln, Basteln, Spielen, Bauen – 50 Kinder, Väter und Mütter freuten sich über ein abwechslungsreiches Programm am Familien-Bildungswochenende vom 27.-29.8. im Tagungshotel „Maria in der Aue“.

Nieselregen und Prasselregen wechselten sich ab, aber die gute Stimmung blieb konstant! Die Kinderbetreuerinnen Judith, Charlotte und Chiara griffen tief in die Trickkiste der Aufwärmspiele und sorgten am Freitagabend für einen guten Einstieg für alle.

„Klapperschlange, Bär! Lö-we, Bär!“

Welches Instrument hat man immer dabei? Den eigenen Körper! Beim Warm-up am Samstag zeigte Trommellehrer André Philippi, wie man durch „Body-Percussion“ jederzeit Beats und Rhythmen erzeugen kann. Danach packte er einen beeindruckenden Fundus an Trommeln und Rhythmusinstrumenten aus aller Welt aus, erklärte Herkunft und Machart. Mit dem Rhythmusspruch „Klapperschlange, Bär! Lö-we, Bär!“ blieben auch die jüngsten Trommlerschüler*innen im Takt. Auch „Apfelsine – Mandarine“ und „Hund, Katze, Maus“ halfen dabei, zwei Trommelorchester zu gründen, die abwechselnd probten.

Mehr Wucht für Katapulte!

Parallel gab es in den beiden Bastelräumen ein reichhaltiges handwerkliches Angebot. Referent Martin Grün zeigte Kindern und Erwachsenen, wie man ein handfestes Katapult baut. Die Einzelteile hatte er für alle bereits gesägt – nun wurden sie zusammengeschraubt. Doch der erste Schritt war „meditatives Schmirgeln“. Je mehr Gummis man zum Spannen verbaute, desto mehr Wucht bekam das Katapult! Der Ehrgeiz war geweckt! Vor dem Abendessen traten alle Katapultbauer*innen zum Wettschießen an. Als Munition dienten Kaubonbons. Den Rekord stellte Maximilian aus Rösrath auf: Sein Katapult schaffte 14,30 Meter!

Kontemplatives Knüpfen

Im zweiten Bastelraum wurden leichte Flieger aus Holz und Drachen gebaut. Kinderbetreuerin Charlotte zeigte, wie man filigrane Freundschaftsbänder knüpft. Auch manche Mütter fanden daran Spaß. „Das ist ja richtig beruhigend!“, meinte eine Mutter, die mit ihrer Tochter um die Wette knüpfte. Ein Mädchen aus Bonn knotete einen Schlüsselanhänger nach dem anderen. Geschäftiges Treiben allerseits! Die jüngsten Teilnehmer*innen faszinierte eine große Kiste Stapelbecher. Burgen, Mauern und Türme entstanden – und wurden wieder eingerissen.

„Afro-Groove“ und Trommelwirbel am Abend

Das war das Highlight am Samstag: beide Trommel-Gruppen gaben sich gegenseitig ein Konzert. Der Lohn: begeisterter Applaus und Glücksgefühle! „Ich fand es toll, dass wir es in so kurzer Zeit geschafft haben, mit unseren Kindern gemeinsam ein richtiges Trommelstück aufzuführen! Klapperschlange-Bär werden uns bestimmt am Küchentisch weiter begleiten“, sagte ein Vater.

Bodypercussion beim Morgenlob

Corona gab die Regel vor: Nur zehn Leute dürfen singen. Wie soll das gehen? Soll man dann ganz auf Gesang verzichten? Die Lösung: „Laudato Si“ kam aus dem Lautsprecher und die Familien trommelten dazu „Body-Percussion“! „Das hat so viel Spaß gemacht und ist auch noch Corona-konform – was will man mehr?“, sagte Leonore Overberg, die Vorsitzende des Familienbundes Kolping Köln. Das Chaos-Spiel wurde über alle Etagen des Tagungshauses gespielt und brachte Kinder und Erwachsene kräftig ins Schwitzen.

Und bis wir uns wiedersehen …

Zufriedenheit und Dankbarkeit für diese unbeschwerte Auszeit prägten die Stimmung der Schlussrunde. Referenten und Kinderbetreuerinnen haben sich mit aller Kraft für das Gelingen eingesetzt. Die Familien dankten es ihnen mit einem donnernden Applaus. Hoffentlich gibt es ein Wiedersehen – im neuen Jahresprogramm ist für Familien in jeder Konstellation etwas dabei!

Text: Bettina Weise

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