160 Jahre Kolpingwerk Diözesanverband Köln: Offene Herzen - offene Türen

Fri Nov 30 08:00:00 CET 2018
"Hätte ich vorher gewusst, wie vielfältig Ihr Euch engagiert, hätte ich mehr als 160 Euro gespendet!", sagte ein Gast auf dem 160jährigen Jubiläum am 25. November. Das Kolpingzentrum in Köln-Mülheim hatte seine Türen weit für ein "Fest der Begegnung" geöffnet - und zeigte, wofür sich der Verband einsetzt.

„Wir sind überwältigt, wie viele Menschen sich auf den Weg zu uns gemacht haben!“, freute sich Diözesansekretärin Katja Joussen. Schon beim Festgottesdienst am Nachmittag in St. Mauritius gab es ein Wiedersehen mit vielen Kolping-Fans, Verbandsvertretern und Würdenträgern. Monsignore Ottmar Dillenburg, der Generalpräses des Internationalen Kolpingwerkes, hielt eine packende Predigt zur Verantwortung jedes Einzelnen für Hunger und Armut. Dass sich an diesen Missständen etwas ändert, dazu könne jede Kolpingschwester und jeder Kolpingbruder beitragen – mit „Tatkraft, Mut, Gottvertrauen und einem Lächeln auf den Lippen“! Dieser Gottesdienst wird in Erinnerung bleiben: Sechs Priester und ein Diakon am Altar, umrahmt von einem Bannermeer, begleitet von einem schwungvollen Chor.

Beim Bannerzug durch Köln-Mülheim staunten manche Passanten über den ungewohnten Anblick. Doch den meisten Menschen war das schwarz-orange Kolping-K bekannt, denn viele Mülheimer Bürger essen gern preiswert zu Mittag in der Gastgewerblichen Bildungsstätte im Erdgeschoss des Kolping-Zentrums. Die Azubis aus dem Restaurant hatten für das Jubiläum all ihr Können aufgeboten und verwöhnten die Gäste mit Finger-Food und aufmerksamem Getränkeservice.

 

In seiner Festansprache gestand Diözesanvorsitzender Martin Rose, mit Adolph Kolping in Gedanken ein Streitgespräch geführt zu haben. „Adolph Kolping wäre sicher der Meinung gewesen, dass es für die Gäste die Zahl 160 ein ausreichender Grund zum Feiern sei und dass ein historischer Rückblick nur langweilen würde!“ Also verzichtete Martin Rose auf die Darstellung der 160jährigen Geschichte des Kolpingwerkes Diözesanverband Köln. Aber er gab den Gästen drei Gedanken zum Hier und Jetzt auf den Weg: eine Kirche mitzugestalten, in der Macht und Machtmissbrauch keinen Platz haben, mutig soziale Aufgaben anzupacken und die Zukunft des Verbandes kreativ mitzuprägen.

 

Nach den Grußworten hatten die Gäste einiges zu tun: In der ersten Etage zeigten die Kinder vom Projekt Blumenberg eine kleine Show mit Tanz und Zirkus-Kunststücken, der Familienbund Kolping Köln präsentierte eine Ausstellung zum Thema „Familie im Wandel“, das Kolping-Jugendwohnheim lud zur Besichtigung ein und im Erdgeschoss konnte man sich in einer Fotobox mit Adolph Kolping als Pappkameraden fotografieren lassen. Die Gratulanten mit der längsten Anreise waren Paola und Alejandro vom Kolpingwerk Kolumbien. Sie brachten Glückwünsche aus dem Partnerland Kolumbien mit, für das sich das Kolpingwerk DV Köln seit fast 35 Jahren engagiert.

Diözesanpräses Peter Jansen war mit dem „Fest der Begegnung“ sehr zufrieden: „Es war genau die richtige Idee, unsere Türen weit zu öffnen und das Jubiläum in unseren eigenen Räumen zu feiern. Unsere Kolpinger und die Gäste aus befreundeten Verbänden, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kolping-Bildungswerkes, die Kolpingjugend, die Kinder aus Blumenberg und die Gäste von nah und fern – wir alle haben heute ein wunderbares Gemeinschaftserlebnis gehabt!“

Text: Kolpingwerk DV Köln/bw

Hier einige Eindrücke vom Tag.

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